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Landschaft als Fundament

Für das Fachgebiet Landschaftsarchitektur ist Landschaft das Fundament einer jeden Planung. Wir betrachten Landschaft als den Kontext von Architektur, Ingenieurbau, Städtebau. Dieser Kontext hat selbst bereits prägende Eigenschaften, bestimmt durch Geographie und Geschichte, Natur und Kultur. Landschaft ist mitnichten ein statischer, sondern ein ständig sich wandelnder Kontext mit eigener Dynamik. Landschaftsarchitektur ist die Wissenschaft der Interaktion.

Kultur-Landschaft

Aufgabe des Fachgebiets Landschaftsarchitektur ist es, Studierende der Architektur für die Landschaft als Kontext des architektonischen Schaffens zu sensibilisieren. Kontextuelles, landschaftsbezogenes Entwerfen ist eine Konstante der europäischen Baukultur, die wir angehenden Architekten vermitteln möchten. Architektur kann sich in die Landschaft einfügen, sie kann aber auch grundlegende Ideen aus ihr beziehen. Dann wird die Landschaft zum Nährboden für Kreativität, zum Feld für Entwürfe, zur Kultur-Landschaft des Bauens.

Programmatische Freiheit

Die Studierenden erhalten am Fachgebiet Landschaftsarchitektur eine Einführung in die Logik der Landschaft als Grundlage des räumlichen Entwerfens. Dabei gilt es, ausgewählte Orte landschaftlich zu analysieren, ihre räumlichen Besonderheiten zu erkennen, interaktive Elemente und Prozesse zu verstehen, Atmosphären zu erspüren, aktuelle Entwicklungen zu studieren, Konflikte zu erkennen und daraus ein landschaftsarchitektonisches Konzept zu entwickeln. Ein strenges Raumprogramm wie in der Architektur liegt landschaftsarchitektonischen Aufgaben selten zugrunde. Diese programmatische Freiheit eröffnet kreativen Freiraum, fordert intellektuelle Initiative und bringt unkonventionelle Lösungen hervor, in Inhalt wie Darstellung.

Freiraum-Stadt-Territorium

Landschaft als Kontext kennt viele Maßstäbe – den architektonischen Maßstab des Freiraums an der Schwelle zum Gebäude, den städtischen Maßstab der öffentlichen Räume eines Quartiers, den regionalen Maßstab der Freiraumsysteme für ganze Städte und ihre Peripherien, den geographischen Maßstab der Landschaftsräume in territorialen Metropolen und Regionen. In der Entwurfslehre geht es dem Fachgebiet Landschaftsarchitektur darum, das Querdenken durch alle Maßstäbe hindurch zu trainieren, Erkenntnisse eines Entwurfsschrittes aus dem Objektmaßstab in den städtischen zu übertragen oder, anders herum, strategische Ideen aus dem regionalen Maßstab im architektonischen Maßstab des Freiraums auszuformulieren. Unserer Meinung nach entstehen nur aus dem Hin und Her zwischen den Maßstäben tragfähige Konzepte für Freiraumentwürfe.