Lehre

Raum denken


Der Lehrstuhl versteht Raum und somit Stadt und Garten als vielschichtiges Erkenntnis- und Bedeutungsfeld, in dem materielle Bedingungen, konzeptionelle Überlegungen und subjektive Erfahrung verschränkt sind. Raum wird nicht nur beschrieben, sondern als eigenständiges Medium des Denkens analysiert, in dem innere Syntax, Logik, Proportionen, Dichte, Leere und Sequenzen zentrale Ordnungsprinzipien bilden.

Der Ansatz verbindet metaphysische Ideen mit ortsspezifischen Gegebenheiten wie Geologie, Klima, Boden und Topografie. Raum entsteht als kohärentes, autonomes System, das Wirklichkeit strukturiert, Wahrnehmung transformiert und epistemische sowie ästhetische Erfahrung ermöglicht. Großartige Räume werden so als konsequente Entfaltung von Logik und Erkenntnis verstanden – nicht als Referenzen oder Symbole, sondern als eigenständige, wissenschaftlich fundierte Raumkonstruktionen.